Erläuterung zur tiergestützten Förderung  mit Lamas und Alpakas:

 

Jeder Mensch kennt mehr oder weniger das Gefühl, wie wichtig die Familie und die Gesundheit im Leben sind. Je älter wir werden, umso mehr hören wir zu Geburtstagen oder zum Jahreswechsel etc., dass uns andere Menschen Gesundheit, Zufriedenheit und alles Gute wünschen. Das sind Dinge, die uns im Alltag oft ganz selbstverständlich vorkommen und die wir erst bemerken, wenn etwas in unser Leben tritt, dass uns aus dem Gleichgewicht bringt: eine Krankheit oder auch Krankheiten unserer Mitmenschen die uns betreffen und beschäftigen. Wird ein Kind geboren kommt oft erst die Frage: „Und wie heißt es, wie groß und wie schwer ist es?“ Die Frage danach, ob es gesund ist kommt oft erst ganz zum Schluss - wenn überhaupt. Es ist aber nicht immer so selbstverständlich, dass die Kinder gesund zur Welt kommen. Gott sei Dank werden wir damit nicht häufig konfrontiert, aber für die Eltern, die es erleben ändert sich plötzlich vieles in eine ganz andere Richtung und sie wissen zunächst nicht, wie sie damit umgehen sollen und können. Wie schön ist es doch dann, wenn wir den Kindern durch die Zusammenarbeit mit Tieren einen Weg ebnen können, der ihnen kognitiv und emotional sowie motorisch helfen kann und sie und ihre Familie unterstützt.

Nicht alle Kinder mögen Tiere, allerdings ist das eher selten. Einige mögen eher die kleinen Tiere, die leicht zu händeln sind und mit denen sie schmusen können. Andere Kinder mögen eher die größeren Tiere, mit denen sie herumtollen können und wiederum andere mögen die großen Tiere, auf denen sie reiten dürfen oder die sie einfach nur an einem Strick führen können. Genau um diese Tiere geht es bei meiner Arbeit – die Neuweltkamliden (Lamas und Alpakas). Kinder sind oft sehr empathisch und haben zu Tieren eine gute Beziehung. Sie können und möchten den Tieren alles sagen – das Tier hört zu, egal welche Sprache ein Kind spricht und ob es irgendwelche Beeinträchtigungen hat. Das Tier nimmt die Kinder so an wie sie sind und urteilt nicht. Das ist leider im Alltag der Kinder oft ganz anders. Fällt eine „Behinderung“ sofort auf, sei es durch einen Rollstuhl oder durch das Aussehen des Kindes zieht es oft die Blicke anderer Menschen auf sich und bekommt evtl. unschöne Kommentare. Natürlich reagieren nicht alle Menschen so. Ich möchte das auch gar nicht verurteilen. Viele haben auch Mitleid und gehen gerade mit diesen Kindern oder Menschen besonders vorsichtig und mitfühlend um. Das möchte aber auch nicht jeder beeinträchtigte Mensch. Sie möchten meistens genauso behandelt werden wie ihre „gesunden“ Mitmenschen. Bei den Tieren können sie sich sicher sein, dass sie keine Beurteilung bezüglich ihres Aussehens etc. bekommen.

Allerdings reagieren Tiere auch zurückhaltend und schreckhaft, wenn Menschen zu forsch auf sie zugehen oder sie grob behandeln. Einige Tiere wehren sich indem sie beißen oder treten, andere wiederum weichen zurück und gehen einfach. Genau das machen die Lamas und Alpakas. Sie sind Distanztiere und sehr sensibel. Kommt ein Mensch ihnen zu nahe weichen sie zurück. Hat er Geduld und bleibt stehen, redet ggf. noch ganz ruhig mit ihnen, dann kommt ein Lama oder Alpaka auch auf einen Menschen zu und beäugt ihn neugierig oder schnuppert sogar an ihm. Natürlich ist das auch bei anderen Tierarten ähnlich. Die Lamas und Alpakas sind aber für die tiergestützte Förderung und Therapie aufgrund dieser Eigenschaften sehr gut geeignet. Ist ein Mensch sehr ängstlich und zurückhaltend, drängt sich ein Lama oder Alpaka nicht auf. Es wahrt Distanz, lässt aber auch Nähe zu. Lamas und Alpakas werten auch nicht. Ihnen ist es egal, wie ein Mensch aussieht und welche Sprache er spricht. Er nimmt die Menschen so an wie sie sind.

 

Auch aus diesem Grund habe ich mich für die Weiterbildung in der tiergestützten Förderung mit Lamas und Alpakas entschieden. Wir können Kindern und Erwachsenen durch die tiergestützte Arbeit einen Weg ebnen, der ihnen kognitiv und emotional sowie motorisch helfen kann und sie und ihre Familie unterstützt.

Da die Klienten nicht auf den Lamas und Alpakas reiten können und dürfen ist das oft schon eine große Erleichterung. Nicht jeder Mensch mag es zu reiten, egal ob er gesund oder "behindert" ist. Die Klienten haben auch manchmal Angst davor und sind dann froh zu hören, dass Lamas und Alpakas nicht reitbar sind und auch nicht beißen. Allerdings sind es auch keine Kuscheltiere, da sie ja Distanztiere sind und somit die Nähe nicht gerne zulassen. Wieder ein Grund für einige Menschen Vertrauen in die Tiere zu bekommen. Sie müssen keine Sorge haben von einem Lama oder Alpaka umgelaufen zu werden. Die Klienten können mit den Lamas und Alpakas am Halfter und Strick laufen und somit wunderbar die Motorik, die Sinne und das Gleichgewicht schulen und ganz nebenbei noch frische Luft und Sonne tanken :-). Das ist für Körper und Seele gut ... !

 

Über individuelle Fördermöglichkeiten berate ich Sie gerne hier!

 

Bleibt ein Klient ruhig und möchte es zulassen beschnuppert zu werden, hat er auch einmal Glück und die Neugierde des Alpakas geweckt. Es kommt näher und lernt seinen Klienten kennen ... .

Ein liebes Dankeschön von einem netten Mädchen, dass bei unseren Alpakas und Lamas tiergestützt gefördert wurde.
Ein liebes Dankeschön von einem netten Mädchen, dass bei unseren Alpakas und Lamas tiergestützt gefördert wurde.